Die Rode Route führt Sie entlang dreier ikonischer Seedeiche. Unterwegs genießen Sie weite Ausblicke über ausgedehnte Polderlandschaften, Naturgebiete und die Nordsee. Außerdem entdecken Sie Petten, ein kleines Küstendorf mit einer besonderen und bewegten Geschichte.
Auf der Rode Route kommen Sie an drei Seedeichen vorbei.
Nachdem ich mein Auto auf dem nördlichsten Parkplatz der Hondsbosscheweg abgestellt habe, gehe ich zur Informationstafel der Rode Route. Diese steht an der Hondsbossche Zeewering, direkt gegenüber dem Anfang des Leiweg.
Informationstafel Startpunkt Leipolder
Auf der Informationstafel lese ich, dass die Rode Route über die beeindruckende Hondsbossche Zeewering und den Oud Schoorlse Zeedijk führt. Dieser Deich schlängelt sich um die Abtskolk, ein Überbleibsel des Deichdurchbruchs von 1570 und heute ein wichtiges Vogelgebiet.
Nach einem kurzen Spaziergang über den Leiweg führt mich die Rode Route weiter auf den Oud Schoorlse Zeedijk. Dieser eindrucksvolle Deich bildet seit Jahrhunderten eine markante Trennlinie in der Landschaft. Nördlich davon erstrecken sich der Zijpe und der Hazepolder, südlich liegen der Leipolder sowie der Harger und der Pettemerpolder.
Wunderschöner Ausblick vom Oud Schoorlse Zeedijk.
Schon nach wenigen Minuten auf dem Oud Schoorlse Zeedijk kommen drei neugierige braune Schafe auf mich zu. Ein Mutterschaf mit zwei Lämmern. Sie zeigen keine Scheu und bleiben direkt vor mir stehen.
Während ich weitergehe, genieße ich die Umgebung. Es ist später Abend und das weiche Abendlicht taucht die Polderlandschaft in einen fast märchenhaften Glanz.
Neugierige Schafe auf dem Oud Schoorlse Zeedijk.
Zu Beginn verläuft der Oud Schoorlse Zeedijk noch gerade, doch je weiter ich gehe, desto mehr beginnt sich der Deich zu winden. Schließlich erscheint links von mir die Abtskolk, ein dreieckiger Natursee, umgeben von breiten Schilfgürteln.
Dieses versteckte Gewässer ist ein Paradies für Vögel und damit auch für Vogelliebhaber. Für sie gibt es hier sogar eine Vogelbeobachtungshütte. Weiterlesen
Die Abtskolk mit der hohen Schleusenwinde im Vordergrund.
Tief unter dem Oud Schoorlse Zeedijk befindet sich eine Schleuse, die die Abtskolk mit der dahinterliegenden Hondsbossche Vaart verbindet. Besonders auffällig ist die Schleusenwinde. Sie ragt mehr als zehn Meter über den Deich hinaus und besitzt einen scharf wirkenden gezackten Rand. Es wirkt fast so, als handele es sich um eine riesige Säge.
Nach einiger Zeit verlasse ich den Oud Schoorlse Zeedijk und die Rode Route führt mich in Richtung Belkmerweg. Bald gehe ich weiter über den Pettemerweg. Entlang beider Straßen stehen mehrere Stolpboerderijen. Diese quadratischen Bauernhöfe mit ihrem pyramidenförmigen Dach sind typisch für Nordholland.
Typische Stolpboerderij.
An der Form des Schornsteins konnte man früher erkennen, wie wohlhabend der Besitzer war. Ein runder Schornstein stand für Reichtum, ein quadratischer für bescheidenere Verhältnisse. Alle Stolpboerderijen entlang dieser Route besitzen einen quadratischen Schornstein.
Am Ende des Pettemerweg weist mir der rote Routenpfeil den Weg auf einen hohen Deich zwischen dem Westerduinweg und dem Zijperweg. Auf halber Höhe steht eine hölzerne Bank mit abgeblätterten blau gestrichenen Brettern. Hier lege ich eine kurze Pause ein, bevor der Deich allmählich in ein schmales Dünengebiet übergeht.
Kurz ausruhen und den schönen Ausblick vom Deich genießen.
Die Rode Route führt mich in das Zentrum von Petten. Dort steht ein auffälliges Stahlskelett eines Schiffes als Blickfang. Rund um das Kunstwerk sorgen spielerische Wasserfontänen für eine erfrischende Atmosphäre. Petten selbst ist ein kleines Küstendorf mit einer bewegten Vergangenheit. Im Laufe der Jahrhunderte wurde es dreimal vollständig zerstört und immer wieder neu aufgebaut.
Auf dem Plein 1945 in Petten steht das große Schiffskelett.
Sobald ich das Zentrum von Petten hinter mir lasse, gelange ich unerwartet in ein kleines Wäldchen. Einige Bäume wirken fast märchenhaft, während Sonnenlicht auf besondere Weise durch das Blätterdach fällt. Die grüne Oase ist jedoch nur von kurzer Dauer.
Am Rand von Petten stoße ich plötzlich auf eine beeindruckende Seedeichtreppe. Stufe für Stufe steige ich hinauf, bis ich den Kamm der Hondsbossche Zeewering erreiche. Es handelt sich um den Strandaufgang 17D Nolmerban. Statt zum Strand hinabzugehen, biege ich oben links ab und folge dem Deich weiter.
Strandaufgang 17D Nolmerban.
Die letzte Etappe der Rode Route beginnt. Die Wanderung über die Hondsbossche Zeewering bietet einen großartigen Abschluss. Der Seedeich ragt 11,5 Meter über die Landschaft hinaus und bietet weite Ausblicke. Auf der einen Seite liegt Petten, auf der anderen die offene Nordsee. Dazwischen erstreckt sich die Polderlandschaft.
Das Landschaftserlebnis während der Rode Route.
Die Rote Route hat mich positiv überrascht. Von den hohen Seedeichen genießen Sie einen atemberaubenden Blick über die Umgebung. Auch der Abstecher nach Petten lohnt sich. Leider verläuft die Route auch über den Pettemerweg, eine stark befahrene Straße, die für alle störend ist, die Ruhe und Natur suchen.
"Meine Leidenschaft für die Natur zeigt sich am stärksten bei Wanderungen durch Naturschutzgebiete, mit einer besonderen Vorliebe für die niederländische Küstenregion. Hier gehen urtypisch niederländische Polder ganz selbstverständlich in weitläufige Dünenlandschaften über, die schließlich am Strand und an der Nordsee enden. Diese Wanderungen festzuhalten und zu beschreiben, mache ich mit großer Freude, vor allem weil ich so anderen zeigen kann, wie schön und vielfältig die niederländische Küste ist. "
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