Während der Blauen Route lernen Sie einen der charakteristischsten Seedeiche der Niederlande kennen und bekommen einen Blick auf einen besonderen Küstensee voller Vogelreichtum. Die Route führt Sie außerdem durch einen einzigartigen Polder, der größtenteils wieder der Natur zurückgegeben wurde.
Wunderschöne Aussicht über den Polder und die Bosman Mühle während der Blauen Route.
Nachdem ich mein Auto auf dem nördlichsten Parkplatz an der Hondsbosscheweg geparkt habe, gehe ich zur Informationstafel der Blauen Route. An der Hondsbosscheweg gibt es insgesamt drei kostenlose Parkplätze.
Die Informationstafel befindet sich am Fuß des Hondsbossche Seedeichs, genau gegenüber dem Beginn des Leiweg. Neben Informationen zur Blauen Route finden Sie dort auch Erklärungen zur Roten Route und zur Orangen Route.
Informationstafel Startpunkt: Leipolder.
Direkt zu Beginn der Blauen Route werden meine Beinmuskeln und meine Kondition sofort auf die Probe gestellt: Ich muss nämlich den Hondsbossche Seedeich erklimmen, einen ikonischen Seedeich mit 11,5 Metern Höhe. An mehreren Stellen entlang des Deichs wurden Steintreppen angelegt, mit denen der enorme Deich zu bewältigen ist. Der Startpunkt der Blauen Route liegt bei einer dieser Treppen.
Oben auf dem Hondsbossche Seedeich weist mir der blaue Routenpfeil der Blauen Route nach links. Vor meinen Augen entfaltet sich ein atemberaubendes Panorama. Rechts erstrecken sich die Hondsbossche Dünen, und die Nordsee glitzert im Sonnenlicht. Links zeigt sich die typische holländische Polderlandschaft, ruhig und weit.
Vom Hondsbossche Seedeich haben Sie einen wunderschönen Blick über die Landschaft.
Nach etwa fünfzehn Minuten Spaziergang über den Hondsbossche Seedeich steige ich über eine andere Steintreppe wieder hinab. Ich überquere die Hondsbosscheweg und setze meinen Weg entlang De Putten fort. Dieser besondere Küstensee ist für zahlreiche Vogelarten von großem Wert. Dank der reichen Vogelpopulation finden viele Vogelbeobachter De Putten mühelos, speziell für sie wurde sogar eine Beobachtungshütte gebaut. Weiterlesen
Die Beobachtungshütte am See De Putten.
Entlang der Blauen Route komme ich an mehreren Stolp Bauernhöfen vorbei. Diese für Nordholland typischen Bauernhöfe fallen durch ihr großes, pyramidenförmiges Dach auf. Einer alten Geschichte zufolge konnte man früher an der Form des Schornsteins erkennen, wie wohlhabend der Besitzer war: Ein runder Schornstein stand für Reichtum, ein quadratischer für bescheidenere Verhältnisse. Die Stolp Bauernhöfe entlang der Blauen Route haben alle einen quadratischen Schornstein.
Während der Blauen Route bin ich an diesem wunderschönen Stolp Bauernhof vorbeigelaufen.
Obwohl die Blaue Route nicht direkt an der Hargermolen vorbeiführt, ragt diese jahrhundertealte Poldermühle in der Ferne majestätisch am Horizont auf. Ein echtes Schmuckstück in der Landschaft. Während die Flügel während meiner Wanderung stillstehen, kann ich den Gedanken nicht loswerden, wie viele Runden sie im Laufe der Jahrhunderte wohl schon gedreht haben. Weiterlesen
Hargermolen.
Während ich meiner Route folge, stehe ich plötzlich einem kleinen Metallwindrad gegenüber: der Bosman Mühle. Sie steht auf einer Wiese, nur einen Steinwurf von einem Stolp Bauernhof entfernt. Diese niederländische Erfindung ist sehr effektiv bei der Entwässerung von Poldern und wird sowohl in den Niederlanden als auch in vielen anderen Ländern erfolgreich eingesetzt.
Bosman Mühle.
Die wunderschöne Polderlandschaft, durch die die Blaue Route führt, heißt Harger und Pettemerpolder. Auf einer großen Informationstafel entlang der Route lese ich, dass sich dieser jahrhundertealte Polder im Laufe der Zeit kaum verändert hat und heute ein wahres Paradies für unzählige Vogelarten ist. Außerdem erfahre ich auf der Tafel, dass der Zweite Weltkrieg seine Spuren hinterlassen hat: Im Polder stehen noch immer mehrere Bunker.
Der Harger und Pettemerpolder wird, wie selbstverständlich, von unzähligen Gräben und Kanälen durchzogen. Schließlich komme ich an der Hondsbossche Vaart an, einem der größten Wasserläufe in diesem Gebiet. Sie markiert außerdem die nördliche Grenze des Polders. Entlang des Kanals liegt eine kleine Gruppe von Hausbooten vor Anker. Die Bewohner leben mitten in der Natur, ein Ort, um neidisch zu werden.
Was für ein schöner Ort zum Wohnen.
Bei einem der Hausboote ist eine besondere Sammlung von Kunstobjekten zu bewundern. So sehe ich drei Hunde aus verschiedenen Seilarten, die auf hohen Pfählen platziert sind. Ein Stück weiter prangen Puppenköpfe auf langen Stangen. Zusammen bilden sie eine eigenartige und außergewöhnliche Sammlung von Kunstobjekten, unerwartet mitten in der Natur.
Einzigartige Kunstwerke entlang der Blauen Route.
Das Ende der Blauen Route rückt näher. Ich wandere nun über den Leiweg. Diese Straße verdankt ihren Namen dem Leipolder. Der Leiweg bildet die Südgrenze des Leipolder. Heute ist der Leipolder ein Naturschutzgebiet. Auf einem Schild lese ich, dass es sich um ein empfindliches Gebiet handelt und leider nicht für Interessierte zugänglich ist. Schließlich komme ich am Ende des Leiweg an und wieder am Startpunkt meiner Wanderung.
Die Blaue Route ist ein kurzer, aber abwechslungsreicher Spaziergang. Ein Spaziergang auf der Krone der Hondsbossche Zeewering ist bereits ein Erlebnis für sich, und unterwegs durch den Harger und Pettemerpolder lernen Sie eine wunderschöne Landschaft mit vielen Vögeln kennen. Außerdem bietet die Blaue Route auch kulturelle Höhepunkte, wie charakteristische Stolpbauernhöfe und eine monumentale Poldermühle.
"Meine Leidenschaft für die Natur zeigt sich am stärksten bei Wanderungen durch Naturschutzgebiete, mit einer besonderen Vorliebe für die niederländische Küstenregion. Hier gehen urtypisch niederländische Polder ganz selbstverständlich in weitläufige Dünenlandschaften über, die schließlich am Strand und an der Nordsee enden. Diese Wanderungen festzuhalten und zu beschreiben, mache ich mit großer Freude, vor allem weil ich so anderen zeigen kann, wie schön und vielfältig die niederländische Küste ist. "
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