Während der Oranje Route wandern Sie über beeindruckende Seedeiche wie die Hondsbossche Zeewering und die Hazedijk und genießen einen atemberaubenden Blick über die Polderlandschaft, die Dünen, die Nordsee und das malerische Dorf Petten. Unterwegs gehen Sie auch ein Stück durch Petten selbst und kommen an historischen Tankfallen aus dem Zweiten Weltkrieg vorbei.

Mit der Oranje Route lernen Sie Petten aan Zee von seiner schönsten Seite kennen.
Auf dem nördlichsten Parkplatz an der Hondsbosscheweg parke ich mein Auto und gehe anschließend zur Informationstafel der Oranje Route. Diese Tafel steht an der Hondsbossche Zeewering, direkt gegenüber dem Anfang der Leiweg. Neben Informationen zur Oranje Route finden Sie hier auch Erläuterungen zur Rode Route und zur Blauen Route.

Informationstafel am Startpunkt Leipolder.
Der Beginn der Oranje Route fordert sofort körperlichen Einsatz, den Aufstieg auf die Hondsbossche Zeewering. Dieser imposante Seedeich mit einer Höhe von 11,5 Metern bildet einen legendären Startpunkt. Oben angekommen weist mir der orangefarbene Richtungspfeil nach rechts in Richtung des Küstenortes Petten. Es bedarf kaum einer Erklärung, dass der Ausblick von der Spitze der Hondsbossche Zeewering wirklich atemberaubend ist.
Nach etwa zehn Minuten Wandern über die Krone der Hondsbossche Zeewering erreiche ich eine robuste Deichtreppe. Die Treppe ist breit und die Stufen bestehen aus Hartholz. Die Geländer sind aus Cortenstahl gefertigt und haben dadurch eine warme Rostfarbe. Oben befindet sich eine Aussparung mit einer Erhöhung, wodurch ein Aussichtspunkt entsteht. Insgesamt empfinde ich diese Konstruktion als außergewöhnlich schön.

Robuste Deichtreppe bei Petten aan Zee.
Ich setze meine Wanderung über die Hondsbossche Zeewering fort und gelange wenig später zu einer steilen Deichtreppe. Der orangefarbene Richtungspfeil weist nach unten, doch zunächst nehme ich mir noch Zeit, den Ausblick aus dieser Höhe zu genießen. Langsam drehe ich mich einmal im Kreis und lasse meinen Blick über die Nordsee, die Dünen, die weiten Polder und das Dorf Petten schweifen.

Vom Deich aus haben Sie einen schönen Blick über das Dorf Petten.
Nachdem ich die Deichtreppe hinabgestiegen bin, befinde ich mich am Rand des bebauten Gebiets von Petten. Ich gehe durch einen schmalen Durchgang, eingeklemmt zwischen Betonmauern. Wenige Sekunden später stehe ich mitten in einem Wohnviertel. Die Häuser um mich herum stammen zweifellos aus der Zeit nach 1945. Das weiß ich, weil das Küstendorf während des Zweiten Weltkriegs von den deutschen Besatzern vollständig abgerissen wurde für den Bau des Atlantikwalls.
An einem bestimmten Punkt komme ich an einer beeindruckenden Sonnenuhr vorbei. Das mannshohe Objekt aus schwarz gefärbtem Eisen und fein gearbeitetem Kupfer zieht sofort die Aufmerksamkeit auf sich. Ursprünglich stand die Sonnenuhr auf dem Plein 1945 im Zentrum von Petten, wurde jedoch später an ihren heutigen Standort versetzt. In der Vergangenheit diente die Sonnenuhr sogar als alternativer Ort für das sogenannte Pfahlsitzen, eine Aktivität, die in den Provinzen Friesland und Nordholland sehr beliebt ist.

Wunderschöne Sonnenuhr in Petten aan Zee.
Völlig unerwartet beinhaltet die Oranje Route auch einen Spaziergang durch einen Wald. Es handelt sich zwar nur um ein kleines Waldstück, jedoch um ein ganz besonderes. Die Bäume haben bizarre Äste und einige Stämme sind von Efeu überwuchert. Zusammen entsteht eine beinahe märchenhafte Atmosphäre, ein Wald, der auch im Freizeitpark Efteling nicht fehl am Platz wäre.
Ich setze meine Wanderung fort und gehe an mehreren Wasserflächen vorbei. Diese Teiche haben keinen natürlichen Ursprung. Die zuvor erwähnten deutschen Besatzer von Petten gruben diese Becken während des Zweiten Weltkriegs als Tankfallen. Man fürchtete, dass die Alliierten über die Nordsee anlanden und mit Panzern vorrücken würden. Die Wasserflächen wurden ausgehoben und mit speziellen Tüchern bedeckt, sodass nichtsahnende Panzer hinein fuhren. Heute sind diese Teiche wertvolle Naturperlen.

Während der Oranje Route kommen Sie an mehreren Wasserflächen vorbei.
Nachdem ich eine schmale Fußbrücke über das Wasser überquert habe, wandere ich auf der Hazedwarsdijk. Die Hazedwarsdijk und die Hazedijk umschließen den Hazepolder. Dieser gehört zum Zijpepolder. Ein großer Teil des Hazepolders ist Naturschutzgebiet, in dem Sie wunderschöne Vögel beobachten können. Nehmen Sie also Fernglas und Bestimmungsbuch mit.
Am Ende der Hazedwarsdijk liegt ein Kreisverkehr mit dem Kunstwerk Springvloed. Diese blau gefärbte Skulptur besteht aus miteinander verschweißten Metallblöcken, die zwei eindrucksvolle Wellen formen. Die spiralförmigen Strukturen verweisen auf das Meer und verleihen dem Kunstwerk eine dynamische Ausstrahlung.

Kunstwerk Springvloed.
Springvloed soll Petten sichtbarer machen und dient als markanter Orientierungspunkt. Gleichzeitig fügt sich das Kunstwerk harmonisch in die Umgebung ein und spiegelt die charakteristischen Elemente des Ortes wider, Wind und Wasser.
Die Hazedwarsdijk macht eine scharfe Rechtskurve und geht anschließend in die Hazedijk über. Über eine kleine Holzstufe klettere ich über ein Gatter und stehe plötzlich zwischen den Schafen, die ruhig um mich herum grasen. Sie zeigen sich völlig unbeeindruckt von meiner Anwesenheit und blicken mich mit stoischer Gelassenheit an.
Am Ende der Hazedijk steige ich erneut über ein Gatter und verlasse das Reich der Schafe. Wenn ich der Oranje Route weiter folge, gelange ich auf die Leiweg und stehe wenige Minuten später wieder am Ausgangspunkt meiner Wanderung.

Diese Schafe fühlen sich auf der Hazedijk sichtlich wohl.
Wenn Sie beeindruckende Seedeiche mögen, ist die Oranje Route sehr zu empfehlen. Sie wandern unter anderem über die Hondsbossche Zeewering, eine der ikonischsten Seewälle der Niederlande. Zudem erhalten Sie einen schönen Eindruck von Petten, einem besonderen Küstendorf, das im Laufe seiner Geschichte mehrfach vollständig verschwunden und wieder aufgebaut wurde.
Bitte beachten Sie, dass Hunde auf der Hazedijk nicht erlaubt sind, um die dort grasenden Schafe nicht zu stören.
"Meine Leidenschaft für die Natur zeigt sich am stärksten bei Wanderungen durch Naturschutzgebiete, mit einer besonderen Vorliebe für die niederländische Küstenregion. Hier gehen urtypisch niederländische Polder ganz selbstverständlich in weitläufige Dünenlandschaften über, die schließlich am Strand und an der Nordsee enden. Diese Wanderungen festzuhalten und zu beschreiben, mache ich mit großer Freude, vor allem weil ich so anderen zeigen kann, wie schön und vielfältig die niederländische Küste ist. "
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